Prinzipiell begrüßen die Langenfelder Liberalen Überlegungen zur weiteren Nutzung der stadteigenen Glasfasernetzinfrastruktur. Die Vermarktung von Leitungskapazitäten oder gar bestimmten Anwendungslösungen durch eine Betreibergesellschaft wären solche Optionen. Die FDP gibt allerdings im gegebenen Fall zu bedenken, dass die damit verbundenen Management- und Fachaufgaben bezüglich Betrieb, Netzmanagement, Anwenderberatung, Anwendungsmanagement und Softwarewartung auf der einen Seite sowie Vertrieb und Marketing auf der anderen Seite eine Größenordnung, Organisation und Komplexität bedingen, die nicht von einer Kommune, aber auch nicht von einem dafür gegründeten Unternehmen ohne weiteres aufgebaut werden können. Das Bereithalten oder der Verkauf purer Leitungskapazität bleibt wirtschaftlich ohnehin wenig interessant. Die von professionellen Application Service Providern betriebenen Data Center-Infrastrukturen müssen darüber hinaus eine bestimmte Mindestgröße haben, das benötigte Startkapital ist immens und das Unternehmensrisiko sehr groß. Hier darf sich die Stadt schon deshalb nicht beteiligen, weil es sich überhaupt nicht um öffentliche Aufgaben handelt. Die FDP sieht durchaus Mängel in der Begründung für den Aufbau einer stadteigenen Glasfasernetzinfrastruktur, sie sieht aber keine hinreichenden Gründe für den Aufbau solcher Services. Überlegungen über Kooperationen bezüglich der kommunalen Informationstechnologie werden als dringlicher angesehen, weil hier Einsparungen zu erzielen sind. Hans-Peter Büttgenbach |
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